(no subject)
Jan. 28th, 2013 12:50 pmOh fuckit, wall o' deutsch it is.
Peter trifft in der Bibliothek Hakan, der mit ihm die Politikvorlesung besucht. Peter erzählt Hakan, dass er in zwei Wochen nach Amerika zurückfliegt. Spontan lädt Hakan ihn zum Essen ein, und zwar in das türkische Lokal Bosporus, das seinen Eltern gehört. Peter und Hakan werden von Hakans Eltern, dem Ehepaar Gümeshan, begrüßt, und beim Essen unterhalten sie sich.
HAKAN: Die Linsensuppe kann ich nur empfehlen. Die nehme ich als Vorspeise. Und das Kebab ist auch fantastisch.
PETER: Es ist nett hier. Hmm, ich glaube ich nehme den Kebabteller mit Salat. Seit wann habt ihr denn dieses Restaurant? Schon lange?
HAKAN: Nein, erst seit fünf Jahren. Da hat mein Vater sich entschieden, sein Hobby, das Kochen, zum Beruf zu machen. Davor war er viele Jahre Arbeiter bei Siemens. Ach, er ist schon ewig hier in Deutschland.
PETER: Ja? Wann kam dein Vater denn nach Deutschland?
HAKAN: Ende der sechziger Jahre. Damals brauchte die deutsche Wirtschaft doch dringend Arbeitskräfte und im Süden der Türkei, wo wir wohnten gab es zu wenig Arbeitsplätze. Also ging mein Vater nach Deutschland, um Geld zu verdienen. Meine Mutter und meine Geschwister allerdings blieben in der Türkei und mein Vater kam ienmal im Jahr zu Besuch. Doch natürlich war das kein Familienleben und 1973 kamen sie dann nach. Und 1977 bin dann ich hier geboren. Inzwischen habe ich auch die deeutsche Staatsbürgerschaft.
PETER: Und du fühlst dich sicher als Deutscher, nicht? Oder stehst du irgendwie zwischen den Kulturen?
HAKAN: Ich fühle mich schon als Deustcher, aber ich bin in Berlin-Kreuzberg aufgewaschen -- das wird auch Klein-Istanbul genannt. Fast ein Drittel der Bewohner in Kreuzberg sind Ausländer und zwar vor allem Türken. Deshalb ist mir die türkische Kultur natürlich sehr nahe. Aber ich denke, meine Eltern fühlen sich auch heute nach über 30 Jahren in Deustchland immer noch ein bisschen fremd. Die Türkei ist einfach ihre Heimat. Meine Mutter war in den ersten Jahren hier ziemlich unglücklich und sie wollte auch gar nicht Deutsch lernen. Erst wir Kinder haben sie davon überzeugt, dass Sprache eine grosse Rolle spielt, wenn man sich integrieren möchte. Doch was mir manchmal passiert, ist, dass ich gefragt werde, wo ich denn so gut Deutsch gelernt hätte. Da ich türkisch aussehe, finden manche Deutsche es wohl komisch, dass ich perfekt Deutsch spreche. Wenn ich dann antworte 'Hier in Berlin, wo ich geboren bin' sind sie oft perplex. Na ja, aber eigentlich ärgert mich das nicht wirklich, ich finde es eher ein bisschen zum Laden.
PETER: Hast du persönlich denn schon häufig Erfahrungen mit Ausländerfeinlichkeit gemacht? Als es Anfang der neunziger Jahre besonders häufig Angriffe gegen Ausländer gab, hattest du auch Angst?
HAKAN: Angst nicht direkt. Aber es war damals schon schlimm. Und auch heute noch gibt es Gewalt gegen Ausländer und Parolen wie 'Ausländerraus' und 'Deutschland den Deutschen'. Zum Glück sind diese Menschen, die so denken, eine Minderheit. Ich engagiere mich in verschiedenen Initiativen gegen Ausländerfeindlichkeit. Und da treffe ich viele Deutsche, die es toll finden, dass Deustchland endlich auch ein bisschen multikulturell ist. Doch es gibt auch relativ tolerante Deutsche, die es zum Beispiel nicht gut finden, wenn die Türken ihre Kultur und Religion offen praktizieren. Meine Schwester zum Beispiel ist überzeugte Muslimin und sie trägt immer eine Kopftuch. Doch nun wurde ihr bei der Arbeit gesagt, das es besser wäre, wenn sie ihre Religion nicht so offen zeigen würde und ohne Kopftuch zur Arbeit käme. Das hat sie verletzt und seitdem ist sie natürlich etwas unsicher.
PETER: Hmm, das kann ich mir vorstellen. Ich weiß gar nicht, wie das in Amerika wäre. Ich denke, in manchen Firmen könnte das auch problematisch sein. ... Ah, da kommt ja das Essen.
FRAU GÜMESHAN: Na, schon hungrig, ihr beiden? Hier habe ich noch Schafskäse und Oliven für euch, frisch aus der Türkei. Ach, wie ich mich freue im August wieder nach Hause zu fahren. Und Sie, Peter? Sich freuen sich sicher auch wieder auf die Heimat, nicht?
This is an odd struggle going on in my head, between the structured, planning, CS-working part of me and some small eighteen-twenty year old running around flipping tables and panicking because I haven't gotten anything done and I'm lazy and my life is RUINED I TELL YOU, RUINED. And then CS-working me is going "pipe down, I'm trying to work here." I have no idea what the hell is going on. Apart from, while some people seem to have hamster wheels int heir heads, I seem to have a college freshman. She needs to sit the hell down and shut the hell up, I'm too busy for this.
If I'm very clever, a self-contained blog post will go up today in which I vomit forth speculation on how Wesen biology works. If I'm not, well, it'll be a bit less tidy. I do need to remember to schedule myself more smaller breaks, not unlike more smaller meals, self, and so I don't both burn out quicker and have longer burnout periods wherein I feel like a lazy sot, especially if I'm having a college freshman running around my brainpan. I've got plans in place for almost everything except reviewing Russian, which has sort of more of a gesture than a maneuver right now. And once I have the website tasks reviewed I can move on from there.
... no, self, you are not going back and rewriting that novella, shut the hell up. You have far too much in the way of current writing projects anyway.
Apparently I have replaced the college freshman with ... well, me as a college freshman. You no longer have the time to write 10k words per day (although apparently still the plasticity) so shut the hell up.
Still want to go see the Hobbit again. Still not managing it. Woe.
(no subject)
Date: 2013-01-28 08:01 pm (UTC)